Vorbericht: 8. Runde: Amstetten away

Am 6.November des Vorjahrs verloren die Amstettner auf der Hohen Warte durch einen Treffer von Katzer 0:1. Dann legten sie eine Serie von 20 Pflichtspielen ohne Niederlage hin, ehe sie gegen die Austria Amas heuer verloren haben. Das war aber auch schon die einzige Niederlage seit damals. Amstetten wird ein guter und ambitionierter Gegner sein, der zusätzliche Ruhetag (Amstetten spielt dienstags gegen die Lustenauer Austria) ist sicher auch kein Nachteil.

Zuletzt zeigten sie nicht wirklich ihr wahres Gesicht, gegen den WSK rotierte Trainer Thonhofer und änderte gleich sieben Positionen, was zeigt, dass der Kader auch in puncto Breite gut aufgestellt ist. Viel geändert hat sich nicht gegenüber dem Vorjahr, Amstetten hat sich nur punktuell verändert, bietet in jeder Formation gute Regionalliga Qualität und ist vor allem sehr kopfballstark. Mehr als die Hälfte aller Tore scorten sie per Kopf, vor allem Freistoßflanken von Teurezbacher und Eckbälle sind sehr gefährlich, da nicht nur Goalgetter Vukovic ein ausgesprochener Kopfballspezialist ist. Gespielt wird in der Regel 4-2-3-1, Solospitze Vukovic ist immer für ein Tor gut, hinter ihm mit Peham, Berisha, Lachmayr, Uhlig und Teurezbacher sehr spielfreudige und lebhafte Kräfte, die Defensivabteilung um Routiniers wie Achleitner, Holzer, Deinhofer oder Fahrngruber abgeklärt und sehr erfahren. Im Tor mit Affengruber und Schweiger zwei gleichwertige solide Schlussmänner.

Amstetten wirkt von außen sehr gut geführt und mit Potential für die Erste Liga, die scheinbar noch nicht wirklich angestrebt wird. Definitiv ein Härtetest, zudem beide Teams davor noch anstrengende Cuppartien zu absolvieren haben.

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Vorbericht: 6. Runde: Rapid II

Die meisten Spieler waren schon letzte Saison dabei, sind um ein Jahr gereift und bis jetzt fast makellos unterwegs. Souveräne Erfolge gegen SKN II, Schwechat und Parndorf konnten bereits eingefahren werden, erst in Amstetten musste in letzter Sekunder der Ausgleich und somit auch ein Punkteverlust hingenommen werden. Trainer ist Muhammet Akagündüz, unterstützt von Patrick Jovanovic. Die beiden Ex-Rapidspieler dürften ihren Job sehr gut machen, haben von Beginn an die Startformation aufgeboten, die nahezu unverändert Woche für Woche aufläuft. Gespielt wurde laut Papier immer 4-2-3-1, also die selbe Formation, die auch die Vienna spielt.

Tor: Der Steirer Paul Gartler hat etliche Länderspieleinberufungen diverser Jugendnationalteams vorzuweisen. Wurde als 15-jähriger Sturm Graz abspenstig gemacht, gilt als großes Talent.

Abwehr: Im Zentrum stehen mit Ljubicic und dem Ungarn Attila Szalai, der auch schon mit 15 von Vasas Budapest zu Rapid kam, zwei 1,90 Riegeln. Toptalent Wöber lief bei seinen erst zwei Einsätzen bisher interessanterweise links in der Viererkette auf, zumindest laut Berichten. Ich kannte ihn bislang nur als Innenverteidiger, wahrscheinlich war er das auch in der Praxis, wenn Ljubicic aufrückt. Sein Ersatzmann war Florian Prirsch, ein 17-jähriger Dornbirner, wie alle genannten vielfacher Jugend/Juniorenteamspieler. Auf der rechten Seite machte Manuel Thurnwald mit Offensivdrang und guten Flanken auf sich aufmerksam. Alleine diese Formation zu beobachten ist ein Volksfest für Scouts.

Mittelfeld: Mit Admira Neuzugang Philipp Malicsek zieht ein vielversprechender Mann im Zentrum die Fäden, er wurde als Option für die Kampfmannschaft geholt. Ihm zur Seite steht der robuste und vergleichsweise routinierte (22 Jahre)Okungbowa. Die Offensivreihe ist mit dem quirligen Trio Gashi, Tüccar und Kovacec sehr agil. Vor allem der außerordentlich schnelle Flügelspieler Kovacec hat mit 4 Toren und zwei Assists mächtig aufgezeigt. Kovacec ist Kroate, wurde bei Dinamo Zagreb ausgebildet, arbeitete sich dann sukzessive über kleinere Klubs in Kroatien und Österreich in Richtung Profibereich vor.

Angriff: Alex Sobczyk hat sich mit 3 Toren aus vier Spielen schon in die Auslage gespielt. Mit Küssler und Heinicker zwei interessante Alternativen, die sich bislang eher mit der Jokerrolle abfinden mussten.

Da St.Pölten gleich einige Kaderspieler gegen uns auflaufen ließ, schließe ich das bei Rapid auch nicht aus. Der hochgezogene Szanto wäre eine Möglichkeit, vlt. auch Entrup, der irgendwann ja auch wo spielen muss. Zuletzt traf er bei einem Freundschaftsspiel dreimal.
Wird ein richtiges Spitzenspiel, die Rapidler zwar sehr jung, aber dafür schon sehr weit und sehr attraktiv. Dass die Amateurteams nicht Everyone’s Darling sind ist eine Sache, rein sportlich sind sie ausgesprochen interessant. Dieses Spiel könnte hochattraktiv werden.

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Vorbericht: 5. Runde: St. Pölten away

Ex-Profi Markus Sukalia ist der neue Trainer bei den St.Pölten Juniors. Etliche Talente der Jugendteams wurden hochgezogen, große Namen werden uns in Obergrafendorf nicht erwarten. Dafür gut ausgebildete, ehrgeizige aber auch blutjunge und unerfahrene Spieler.

Eine 2:0 Halbzeitführung in Amstetten hat angedeutet, welch Potential da steckt. Am Ende wurde 2:4 verloren. Eine Niederlage setzte es auch gegen die Rapid Amateure, dafür konnte Schwechat bezwungen werden.

Tormann Bartholomej Kuru und der Steyrer Manuel Martic, ein groß gewachsener defensiver Mittelfeldmann sollen hinten Stabilität garantieren. Verteidiger wie der 19-jährige Hagmann gehören da schon zu den Routiniers. In der Offensive heißt es auf Mario Mosböck aufpassen. Der war schon am Sprung in die Kampfmannschaft, ist ein RL-Goalgetter, 18 Tore bei 36 RL-Spielen sprechen für seine Qualitäten. Möglicherweise wird gegen die Vienna der eine oder andere Routinier vom Profikader aushelfen, egal: Wenn wir halbwegs oben mitspielen wollen, wird es jetzt wirklich Zeit für einen Dreier.

Matchtag ist übrigens Sonntag, Ort Obergrafendorf. Das bitte zu bedenken, wenn ihr euch brav für den Bus anmeldet.

Da doch sehr viele frustrierte Kommentare zu hören und zu lesen sind. Vienna-Pause gibts nicht, die Vienna war schon immer nicht einfach und schon zu meiner Kindheit Synonym für verblassten Glanz und wenig Zuschauer. Das macht diesen Verein ja so sympathisch, dass er trotzdem immer weitermacht und so tut, als er wär er eh noch urwichtig.

Staatsliga 1950/51: Vienna vs Rapid: 0:9
2.Division 1995: Vienna gewinnt gegen SAK Klagenfurt mit 1:0 vor gerade mal 114 Zuschauern

Dagegen ist das jetzt noch ziemlich gut eigentlich

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Vorbericht: 4. Runde: SV Schwechat

Eine junge Mannschaft, die wenig zu verlieren hat, erwartet uns am kommenden Freitag. Der überraschend doch noch gekommene Klassenerhalt in der RLO hat nicht dazu geführt, den Kader groß zu verstärken. Etliche Spieler haben den SVS verlassen, weitgehend junge Spieler, teils aus dem eigenen Nachwuchs und aus Landesligen werden sich uns entgegenstellen.

Peter Benes ist nach wie vor Trainer. Bekannteste Akteure sind die verbliebenen Stammgrößen. Kapitän Palalic, ein hervorragender Techniker, welcher gegen Rapid aber schon früh raus musste, sowie Leotrim Saliji, der heuer noch nicht eingesetzt wurde. Von den Neuerwerbungen sind die Sollenauer Rottensteiner und Salihu, sowie Kilka von den Austria Amateuren ligaerfahrene Spieler. Der klingendste Name ist aus blau-gelber Sicht aber ein anderer. Ein Wiedersehen gibt es nämlich mit Andreas Tiffner, der vor ein paar Jahren das eine oder andere Tor für uns erzielt hat und aus der Kärntner Landesliga nach Schwechat gelotst wurde.

Die Spiele gegen St.Pölten und Rapid gingen verloren, die Leistungen waren laut Homepage von Schwechat aber durchaus ansprechend. Wie auch immer. Schwechat wird keine Krise ausrufen, wenn sie auf der Hohen Warte verlieren. Dementsprechend unbeschwert können sie uns fordern. Für die Vienna wäre ein neuerlicher Punkteverlust nur schwer erklärbar. Dass das mit den Pflichtsiegen gegen Schwechat nicht immer so klappt, wie wir uns das vorstellen, haben wir im Frühjahr erlebt. Möge es diesmal besser gelingen.

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Vorbericht: 3. Runde: Parndorf away

Bei Parndorf doch einige Änderungen im Kader. Fixgrößen wie Babic, Horvath, Steinacher, Marosi, Divljak oder Kostrna verließen den Verein. Der Großteil des aktuellen Kaders sollte aber bestens bekannt sein, hat schon oft gegen uns gespielt. Neu bei Parndorf angeheuert haben unter anderem die serbischen Legionäre Stanisic und Andric, sowie Hakan Yilmaz von der Vienna. Zum Auftakt gab es ein eher ernüchterndes 0:2 gegen Rapid II (im Frühjahr noch 8:3 für Parndorf) und eine rote Karte für Gruber, einem hochgezogenen Eigenbauspieler. Dass Parndorf besser sein kann, zeigten sie im Cup gegen den Lask, holten ein 0:2 auf, verloren knapp in der Verlängerung. Trainer ist nach wie vor Norbert Schweitzer.

Tor: Der Wiener Stefan Krell steht seit 2013 im Tor Parndorfs. Hat jetzt mit Thomas Weidinger (ehem. Stegersbach und Sollenau) Konkurrenz bekommen.

Abwehr: In der Innenverteidigung mit Veteran Roman Kummerer und dem routinierten Serben Stanisic zwei Spieler mit viel Erfahrung und Übersicht. Mit Tempo ist ihnen sicher beizukommen, der eine oder andere kann sich vlt. noch an Noels Sprintduell mit Kummerer letztes Frühjahr erinnern.. An den Außenpositionen wie letztes Jahr Dornhackl bzw. kam zuletzt der junge Mittelfeldspieler Patrick Wolf zum Einsatz. Alternative in diesem Mannschaftsteil wäre der Kärntner Lukas Kircher, der von Purbach geholt wurde oder Felix und Mario Wendelin.

Mittelfeld: Die zwei Defensivleute waren Hakan Yilmaz und Thomas Jusits. Die Offensivreihe mit Leszkovich, Karner und Silberbauer ist gut, vor allem Karner und Silberbauer sind sehr agil und torgefährlich. Einige junge Spieler wie Umprecht oder Ljubic haben auch gute Chancen auf einen Einsatz.

Angriff: Der 20-jährige Ex-Admiraner Tobias Petritsch durfte sich als 1er Stürmer beweisen, Legionär Andric im ersten Spiel nur Ersatz.

Fazit: Parndorf hat ein wenig abgespeckt, schaut eher nach solidem Mittelmaß aus. Die Vienna sollte insgesamt stärker sein, Zeit für den ersten Sieg. Zeit für den ersten Sieg? Vienna hat zwar schon in Parndorf gewonnen (EL und Relegation), aber noch nie in der Regionalliga. 0:1, 0:0, 1:4, 0:0, 0:0, 1:1 sind die bisher erzielten Resultate bei RLO – Spielen im schmucken Heidebodenstadion, Home of the best Leberkäse der Regionalliga. Also doch: Zeit für den ersten Sieg. Deshalb: gefälligst hinfahren, die Parndorfspiele sind Klassiker unserer jüngeren Geschichte.

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Vorbericht: 2. Runde: SC Ritzing

Topspiel bei der Heimpremiere. Die Ritzinger sind einmal mehr im engsten Kreis der Titelanwärter und verfügen über viel Klasse und Erfahrung. Der Tiroler Ex-Bundeliga Profi Stefan Rapp ist jetzt schon die dritte Saison Cheftrainer. Kontinuität wird in Ritzing durchaus geschätzt, auch der Kader hat sich nicht groß verändert. Mit Simoncic und Miljatovic haben zwei starke Defensivkräfte den Verein verlassen, prominenteste Zugänge sind Mittelfeldroutinier Daniel Wolf von Wiener Neustadt und Offensivmann Philipp Plank von den Rapid Amateuren.

Tor: Im Cup hat Philipp Klar begonnen, Safar steht nach wie vor im Kader. Klar war bei den Rapid Amateuren und Schwechat. Position ist sicher gut besetzt, anders sitzt ein Safar auch mit 41 nicht auf der Bank, so er nicht eh wieder von Beginn an aufläuft.

Abwehr: Der Tscheche Pavel Elias sollte in der Innenverteidigung beginnen. War lange bei Jablonec in der höchsten tschechischen Liga, dürfte Miljatovics Rolle einnehmen. Nach einer vereinslosen Zeit schon seit Jänner in Ritzing. Neben ihm wird der junge Christoph Kobald auflaufen, spielte leihweise schon letzte Saison in Ritzing, kommt von den Austria Amateuren und ist für einen 18jährigen sehr souverän. An den Flanken mit dem Japaner Yatsuzuka und Pollhammer sowie dem Kroaten Jakara sehr starke Regionalliga – Besetzung. Mit Theuermann, Steiner und Stoilov jede Menge Gestaltungsspielraum auf solidem Niveau für diese Formation.

Mittelfeld: DM und Standardspezialist Mario Sara hat mit Daniel Wolf einen renommierten Partner bekommen. Die beiden haben viel Routine und Klasse, werden die Mannschaft zusammenhalten und auch das eine oder andere Tor beisteuern. Sara erzielte in jedem dritten Spiel für Ritzing ein Tor. 10 mal hat er letzte Saison getroffen, via Elfmeter auch einmal gegen die Vienna. Wolf traf gleich beim Debut im Cup. Mit dem Steirer Michael Hofer wäre hier noch ein weiterer hervorragender Anwärter auf einen Platz im DM. Mit Beljan, Plank, Pollhammer, Philipp Koglbauer und dem ungarischen Neuzugang Aizenpreisz gute Besetzung für die Außenbahnen, dazu Vollblutkicker Herbert Rauter – Qualität und Quantität im Mittelfeld ausreichend vorhanden.

Angriff: Jun überzeugte gegen den Sportklub im Cup als hängende Spitze. An vorderster Front spielt mit Witteveen ein Angstgegner der Vienna. Hab ihn schon im Dress von FC Lustenau (gleich dreimal) und Grödig gegen uns treffen sehen. Letzte Saison nach langer Verletzungspause eingetauscht, brauchte er nur wenige Minuten um uns schon wieder k.o. zu schießen. Würd ihn gern bei uns sehen, hat auch gegen Sportklub im Cup die entscheidenden Tore gemacht. Sein Ersatzmann Mario Pavec ist auch ein passabler Goalgetter, der Kroate traf in 51 Spielen 21 mal für Ritzing.

Beim 3:0 im Cup gegen den Sportklub zeigte Ritzing seine unter Rapp kultivierten Qualitäten. Starke Defensivabteilung, effiziente Offensive, irgendwie „italienisch“. Ein echter Prüfstein, diese Mannschaft ist ein absolutes Regionalliga – Schwergewicht.

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Vorbericht: 1. Runde: FCM Traiskirchen auswärts

Als SV Möllersdorf gegründet, spielte der Verein trotz einiger Umbenennungen nie wirklich eine besondere Rolle. Das beabsichtigen die Zuständigen dort scheinbar zu ändern. Während in Wien und dem Burgenland kein einziger Verein (!!) aufsteigen wollte, waren die Funktionäre in Traiskirchen ganz anders gepolt. 2015 erst in die Landesliga aufgestiegen, fusionierten die Traiskirchner mit Sollenau, um gleich den nächsten Schritt tätigen zu können. Sportlich wäre mit einem achten Platz kein Aufstieg möglich gewesen.

Mit Entschlossenheit wurde sofort an einem regionalligatauglichen Kader gebastelt, in der Transferzeit eine völlig neue Elf zusammengestellt. Geholt wurde eine Art RL-Auswahl, nahezu alle Spieler haben Regionalliga-Erfahrung, der Großteil wurde in Wien ausgebildet. Aufmerksame Beobachter werden etliche alte Bekannte wiedererkennen.

Die Truppe ist auf jeden Fall gut für einen Platz im Mittelfeld und muss sich nicht verstecken. Im Cup gegen Horn führten sie zur Halbzeit 1:0, unterlagen dann doch noch 1:3. Gegen die Vienna wird die Sportanlage gut gefüllt sein, es ist das erste RL-Spiel Traiskirchens. Gegen topmotivierte Gastgeber wird das kein leichter Job für unser Team werden.

Der neuformierte Kader im Detail

Tor: Udo Siebenhandl ist der Bruder vom Admira-Tormann, der jetzt in Würzburg spielt. Hat auch schon Erste Liga Erfahrung mit Austria Amateuren und Parndorf vorzuweisen.

Abwehr: Nur Patrick Baumeister (ExParndorf) blieb vom letztjährigen Kader. Geholt wurden Töpel und Freundorfer (Schwechat), Jovicic (Ebreichsdorf, davor RapidII), Mohr(FAC), Auss(WSK) und unser Ex-Kicker, Herr Strapajevic, der jedes Jahr mit einem anderen Verein gegen uns aufläuft.

Mittelfeld: Mit Pospichal spielt tatsächlich auch ein Traiskirchner mit, weiters: Lazarevic (ehemals RapidII), Sandic (Schwechat), Steinacher (Parndorf), Fischer (St.Pölten), Bachler (Wr.Neustadt), Haas (FAC) und Koppitz (Wienerberg)

Angriff: Cem Atan (Stadlau), Stefan Lerner (Wienerberg, vor Jahren bei uns im Kader, 1 Einsatz 2007/08) und Benjamin Koglbauer (Ostbahn XI, davor Austria Amas und Stadlau, schoss das unsägliche 2:1 letzte Saison) wurden auch alle neu geholt.

Wie Trainer Robert Haas dann gegen uns aufstellt, weiß nur er. Hat als Aktiver zwischen 1989 und 1992 28 mal Bundesliga für Vienna gespielt, dabei auch einmal getroffen.

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Stellungnahme zur Generalversammlung

Liebe Vienna-Supporters,

die Generalversammlung liegt nun endlich hinter uns. Im Vordergrund stand an diesem Abend ein Machtkampf innerhalb des alten Präsidiums, der unter anderem aufgrund mangelnder Alternativen zu Gunsten des amtierenden Präsidenten Richard Kristek und des Hauptsponsors Care Energy entschieden wurde. Trotz einiger bizarrer Einlagen im Verlauf der Versammlung, gibt es auch Erfreuliches zu vermelden:

Alle Anträge des Dachverbandes der Vienna Supporters wurden angenommen!

a) Beschränkungen der Vollmachten auf 1+2
b) Senkung des Wahlalters für die GV auf 16 Jahre
c) Verpflichtende Einberufung des Fanbeirats
d) Prüfung der Sponsor- und Vermarktungsverträge mit Care Energy durch den Aufsichtsrat

Dies kann als riesiger Erfolg für den Dachverband, die Fans und den Verein im Sinne einer Demokratisierung der Entscheidungsprozesse verstanden werden. Unser aller Beharrlichkeit, die Argumente bei den Abstimmungen und natürlich die stetige Diskussion der letzten Jahre, haben dieses Ergebnis ermöglicht und wir bedanken uns bei allen, die in Form ihrer Mitgliedschaft diesen Weg unterstützt und begleitet haben.

Natürlich ist noch immer nicht alles perfekt, aber der Handlungsspielraum zur Mitbestimmung hat sich vergrößert. Was bedeutet dies nun für uns Vienna-Fans in der Zukunft?

Ab nun beginnt die Arbeit erst richtig. Es macht wieder mehr Sinn, eingetragenes Mitglied des First Vienna Football Clubs 1894 zu sein und aktiv und kritisch im Sinne des Wohles des Vereines und unserer Fankultur die nächste Saison zu begleiten und mitzugestalten. Eine Kampagne zur Mitgliederwerbung ist seitens des Dachverbandes schon geplant. Konkrete Einflussnahme ist nun möglich. Weiters bereiten wir uns auch schon wieder auf den nächsten Fanbeirat vor, um alle Anliegen, die mit dem letzten Präsidium vereinbart wurden, weiterzuführen und noch erfolgreicher zu etablieren. Die Signale zur Zusammenarbeit wurden vom neuen Präsidium gesendet und dies stimmt uns vorsichtig positiv. Wir wollen diese Herausforderung annehmen und weiter konstruktiv kritisch, im Sinne des Fortbestandes unserer Fankultur und der Umsetzung unserer Anliegen, tätig sein. Wir bleiben dran!

Thomas Tesar für den Dachverband der Vienna-Supporters

Stellungnahme als PDF herunterladen

Kurzbericht Generalversammlung

In den kommenden Tagen wird ein ausführlicher Bericht zur GV folgen. Hier kurz die wichtigsten Punkte:

Dem Beschluss des Präsidenten, das Vizepräsidium zu entheben, wurde stattgegeben.
Robert Hammerl und Gerhard Krisch wurden als neue Vizepräsidenten durch die Mitglieder bestätigt.
Die alten Vizepräsidenten haben danach den Raum verlassen.
Der Aufsichtsrat wurde neu gewählt, dabei sind wir mit Alexander Juraske und Peter Winkler weiterhin in dieser Kontrollinstanz vertreten.

All unsere Anträge wurden angenommen:
1) Beschränkung der Vollmachten auf 1+2
2) Senkung des Wahlalters für die GV auf 16 Jahre
3) Verpflichtende Einberufung des Fanbeirats
4) Prüfung der Sponsor- und Vermarktungsverträge mit Care Energy durch den Aufsichtsrat

Gastbeitrag: Stellungnahme der Vienna Wanderers zur Generalversammlung

Aufgrund von technischen Problemen mit deren Blog haben uns die Wanderers gebeten ihre Stellungnahme zur GV hier zu veröffentlichen.

Wenn du eine Mitgliedschaft hast, dann geh zur GV!

So die 121. Generalversammlung der Vienna steht vor der Tür und alle paar Jahre zeigt sich zu dieser Gelegenheit wie desaströs die Zustände im Verein sind. Es scheint als ob es das Präsidium nicht geschafft hat, dem Aufruf der Supporters entsprechend (https://www.firstviennasupporters.com/?p=506 ) sich zusammenzureißen und gemeinsam an einem Konzept zu arbeiten, stattdessen haben sich zwei Fronten gebildet und es wird versucht die andere Seite irgendwie auszuhebeln.
Hier einige Gedanken zur GV:

Die zwei Fraktionen

Hierzu muss nicht mehr viel gesagt werden. Auf der einen Seite steht die Verstrickung aus Sponsor und der Familie Kristek und auf der anderen Seite die ausgeschlossenen Vizepräsidenten. Ganz so einfach ist es natürlich nicht, denn es ist nicht so als ob Kristek allein dastehen würde, ebenso ist nicht ganz klar wer die treibenden Kräfte auf der anderen Seite sind. Was sich sagen lässt ist, dass die Mitarbeiter und Funktionäre des Vereins nicht geschlossen auf einer Seite stehen. Vielmehr sieht es so aus als ob diverse Akteure ihre Interessen verfolgen und dafür bereit sind sich einer Fraktion anzuschließen.

Zur finanziellen Situation

Was lässt sich schon gesichert dazu sagen? Einerseits hat man zu hören bekommen, dass die Vienna entschuldet sei und man endlich wieder mit einem soliden finanziellen Hintergrund Fußball spielen kann. Andererseits sind dann Gerüchte aufgetaucht, dass mit Abwahl des Präsidenten ein Millionenbetrag von Care zurückgefordert werden könnte.
Der Vizepräsident Mader hat daraufhin eine “Klarstellung” in diversen Foren und auf Facebook gepostet: “Dank des enthobenen Präsidiums gibt es keinen Darlehnsvertrag!” Das heißt so viel wie, dass die Gelder die an die Vienna geflossen sind, unter einem Sponsorvertrag gelaufen sind und daher nicht zurückzuzahlen sind oder zumindest nicht akut geltend gemacht werden können. Jedenfalls spricht er im letzten Satz von Entschuldung.
Doch wie dieses Kommentar in Bezug auf die laufenden Verträge zwischen Care Energy, der Vienna, der Kristek Family gmbh und der First Vienna Football Club 1894 Sporktvermarktungs gmbh zu verstehen ist, ist nicht ganz klar. Jedenfalls hat es zu Vertragsverhandlungszeiten geheißen, dass das Geld über diese Firmenkonstruktionen doch irgendwie an Care bzw. die Familie Kristek zurückwandern solle – zwar nicht auf einen Schlag, aber doch über zukünftige Großsponsoren. Ehrlich gesagt ist es schwer diese Situation richtig einzuschätzen und man kommt über Mutmaßungen nicht hinaus. Daher der Punkt der im Hinterkopf zu behalten ist: Ganz so einfach könnte es mit der Entschuldung nicht sein.
Zu beachten ist auch der Punkt den Mader bezüglich einer potentiellen Änderung der Verträge anspricht. Nämlich, dass der geschlossene Sponsorvertrag, in Abwesenheit der Vizepräsidenten, in einen Darlehnsvertrag geändert werden könnte. Ein sehr wichtiger Punkt! Es bleibt zu hoffen, dass solche Vertragsänderungen nicht einfach so durchgeführt werden können. Bei der GV wissen wir dann hoffentlich mehr.
Was wären mögliche Szenarien?
Das ist wohl die am schwersten zu beantwortende Frage. Da es im Moment den Anschein hat, dass die wenigsten im Sinne der Vienna arbeiten sondern strategische Ziele und ihre eigenen Interessen verfolgen.

Was könnte das nun für die Vienna und die kommende GV heißen?

Auf Seiten des Präsidenten ist klar, dass er seine Macht nicht aufgeben möchte. Dies wurde schon oft mit dem Verweis auf das Geld, das er der Vienna eingebracht hat, vermittelt. Dass die Familie Kristek auch ein gewisses Interesse daran hat, zumindest einen Teil, des geflossenen Geldes wieder zu sehen ist durch die Firmenkonstruktion im Hintergrund der Verträge auch irgendwie zu erahnen. Wobei man hier sehr vorsichtig sein muss, da die Informationen, die zu diesem Thema kursieren, auf Aussagen von diversen Präsidiumsmitgliedern bei diversen Informationsveranstaltungen basieren.
Hin oder her, die vernünftigste Alternative scheint es zu sein den Präsidenten abzuwählen, oder nicht?
Ganz so einfach ist es leider nicht. Erstens ist für diese GV eine Wahl des Präsidiums nicht zwingend. Doch in irgendeiner Form wird es dazu kommen müssen, nachdem alle Vizepräsidenten ihres Amtes enthoben wurden. Schon allein wegen der Begründung des Präsidenten wäre es wichtig ihm hier einen Strich durch die Rechnung zu machen. Immerhin wurden diese Vizepräsidenten von den Mitgliedern des Vereins demokratisch gewählt!
Da es sich dann um keine reguläre Wahl handeln würde, wäre auch ein Szenario möglich, in dem es bei der Wahl nur um die Vizepräsidenten geht. Doch die werden sich vermutlich auch etwas überlegen.
Liegt also alle Hoffnung nun auf den entmachteten Vizepräsidenten?
Nein, nur unter gewissen Voraussetzungen ist anzunehmen, dass damit die gröbsten Probleme gelöst wären.
Eine Voraussetzung wäre, dass die Situation bezüglich den Schulden des Vereins tatsächlich so einfach und klar zugunsten der Vienna ausfallen, wie es Mader in seinem Post dargestellt hat und der Verein praktisch entschuldet wäre. Dies ist leider sehr schwer einzusehen und man muss wohl darauf hoffen bei der GV neue Informationen zu bekommen.
Zweitens müssen mindestens zwei ökonomische Szenarien für die Zukunft der Vienna von ihnen vorgelegt werden. Einerseits gilt es die Frage zu beantworten wer Care ablösen soll (interessant wäre auch, wie es bezüglich einer Kündigung der Verträge aussehen würde) und andererseits ob dieser neue Geldgeber auch in dem Fall, dass die Vienna Schulden bei Care hätte, das Sponsoring übernehmen würde und was das konkret für die finanzielle Situation heißen würde. Um hier eine Entscheidung treffen zu können muss ein handfestes Konzept vorgelegt werden. Was nicht durchgehen darf, ist lediglich ein weiteres Versprechen eines potenten Sponsors/Geldgebers ohne genaue Angaben. Einen solchen Fall hatten wir bereits und sehen uns jetzt mit dem Scherbenhaufen konfrontiert.
Vermutlich die wichtigste Information die vorgelegt werden muss, um eine Wahlentscheidung treffen zu können ist die Zusammensetzung der zukünftigen Vizepräsidenten. Denn diese könnte auch mit einer möglichen Finanzierung zusammenhängen. Für den hypothetischen Fall, dass die alternative Finanzierungsquelle etwas mit gewissen Bauunternehmen und der Aussicht auf neue Bauprojekte zu tun hat ist höchste Vorsicht geboten. Ob dem so ist, weiß noch niemand, dies hier ist nur ein Gedankenspiel um sich auf potentielle Szenarien besser einzustellen zu können.
Die Vorschläge der “Fraktion Vizepräsidenten” können nur als wählbar betrachtet werden, solange dieses Szenario ausgeschlossen bleibt. Um den Verbleib der Vienna auf der Hohen Warte als Ziel ihrer Bemühungen auch den Mitgliedern gegenüber glaubhaft machen zu können, müsste sich der Kreis an Vizepräsidenten jedenfalls etwas ausdünnen. Alles andere ist leider zu gefährlich.
Egal wie es ausgeht, es bleibt zu befürchten – falls es überhaupt weitergeht – dass es chaotisch und unprofessionell bleibt. Für uns wäre eine Variante ohne Kristeks, Garger und Poppe wohl am wünschenswertesten (was nicht heißen soll, dass wir mit dem restlichen Präsidium ausnahmslos zufrieden wären oder uns auf ihre Seite stellen würden), jedoch scheint eine solche Variante aufgrund der bestehenden Fraktionen illusorisch.

Geht jedenfalls zu GV und bildet euch eine Meinung zur Situation und seid misstrauisch, wenn sich jemand vermeidlich zum Wohle des Vereins auf die eine oder andere Seite schlägt. Denn, laut jetzigem Wissenstand, sind auf allen Seiten private Interessen mit im Spiel.
Wobei es auch komplett egal sein kann, denn wenn Poppe wieder mit seinen Vollmachten winkt zeigt er uns ohnehin was er von den Mitgliedern und demokratischen Abstimmungen hält.

Vienna Wanderers 08