21. Runde: Sportklub away

Der WSK hat sehr sparsam am Transfermarkt agiert. Der junge Vorarlberger Jan Feldmann wurde von der Rapid u18 geholt, Stürmer Marcel Brillmann von Admira Technopool engagiert. Dafür veraschiedete sich Yunes De Leon in Richtung Heimat.

Kapitän Csandl war durch eine Meniskusoperation außer Gefecht, dazu verletzte sich auch noch Tormann Kraft und Stammspieler Hevera musste krankheitsbedingt passen. Stürmer Pittnauer war die ersten Runden gesperrt, der Sportklub startete also mit denkbar ungünstigen Vorzeichen in die Rückrunde.

Irgendwas müssen die Verantwortlichen Herren Jank und Reisinger aber richtig gemacht haben. Der WSK präsentierte sich als lauf-u. kampfstarkes Kollektiv, welches Woche für Woche Punkte einfahren konnte. Nur Amstetten war im Frühjahr um ein einziges Tor besser als der im Herbst noch so marod wirkende Sportklub.

Tor: David Kraft war zuletzt wieder auf der Bank, so er wieder voll fit ist, wird er wohl gegen die Vienna beginnen. Sein Ersatzmann Schillhammer machte dem Vernehmen nach gute Figur die letzten Wochen.

Abwehr: Kapitän Dimov und Seper bilden die Innenverteidigung, die bis jetzt hervorragend steht. Dimovs konstant gute Form in der Rückrunde ist irgendwie symptomatisch für die wieder erstarkten Hernalser. Seper ist konsequent und verlässlich, da brennt so schnell nichts an. Verwundbarer wirken die Dornbacher an den Flanken. Hevera könnte gegen uns wieder auflaufen, seinen Part übernahm Soura, der eher Innenverteidiger ist. Als AV wirkt er manchmal ein wenig hölzern. Auf der rechten Seite spielte immer Feldmann, der sicher seine Qualitäten hat, aber noch sehr jung ist. Die vielen schnellen Optionen der Vienna auf den Außenpositionen sollten da doch ein wenig Stress erzeugen können.

Mittelfeld: Berkovic blühte im Frühjahr regelrecht auf, bildete mit dem erfahrenen und immer solid spielenden Faszl ein starkes Tandem im defensiven Mittelfeld. Gemeinsam mit der IV bildeten sie einen stabilen Block im Zentrum, da war wenig Durchkommen für die Gegner. Mit Mario Seckel wurde diese Formation noch zusätzlich abgesichert, zuletzt Torschütze zum Siegestreffer in Oberwart. An den Flanken fehlt der gesperrte Rechtsaußen Kirschner. Mit dem jungen Eric Auss und Thomas Goll ist der WSK aber trotzdem gut besetzt. Goll ist ein sehr schneller dynamischer Spieler, spielt normalerweise links.

Angriff: Pittnauer ist wieder einsatzberechtigt, wird darauf brennen, seine Qualität zu zeigen, nachdem total verpatzten Herbst. Pollack ist ein launischer, aber exzellenter Kicker, so es ihn gerade freut. Beide kamen auch regelmäßig an den Außenpositionen im Mittelfeld zum Einsatz, die Defensivarbeit gehört aber sicher nicht zu ihren Lieblingsbeschäftigungen. Als Stürmer sind sie brandgefährlich. Marcel Brillmann wird da nur die Jokerrolle bleiben. Er ist bestens bekannt auf den Sportplätzen Wiens, galt vor Jahren als vielversprechendes Talent, war zuletzt aber nur mehr Ersatz bei Admira Technopool. Ziemlich sicher seine letzte Chance, doch noch mehr aus sich zu machen.

Die Vienna wird einen guten Tag brauchen, der Sportklub ist als Team stärker als im Herbst und könnte mit einem vollen Erfolg die Saison noch zu einer richtig guten werden lassen. Dementsprechend motiviert werden sie ans Werk gehen. Ich hoffe, die Vienna reißt sich zusammen. Die Qualität dafür hat sie allemal, auch wenn sie diese zuletzt eher sparsam eingesetzt hat. Sencar ist übrigens jetzt wirklich gesperrt.

Originaleintrag im Viennaforum

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