Ute Bock Cup 2016

Nunmehr zum achten Mal fand am 22. Mai in Dornbach auf dem Sportclubplatz der Ute Bock Cup statt. Ein Tag ganz im Zeichen eines Fußballfestes gegen Rassismus, gegen Sexismus und Homophobie und nicht zuletzt eine Würdigung des Lebenswerkes von Ute Bock und ihrem unermüdlichen Einsatz für Geflüchtete. Die Vienna Supporters waren auch in diesem Jahr mit einem eigenen Team vertreten.

Um es vorneweg zu sagen: Für den Cupsieg hat es nicht gereicht. Aber schön der Reihe nach. Am Sonntag morgen, bei bestem Wetter, hieß es früh aufstehen. Pünktlich um 9 Uhr sollte unser Treffpunkt sein. Gut, dass die Wahllokale in Wien schon um 7 Uhr aufgesperrt haben. Und tatsächlich haben es auch schon einige pünktlich geschafft zum Eingang der Blauen Tribüne. Diesen Treffpunkt konnte schließlich niemand verfehlen, ist er doch noch vom Dörby in bester Erinnerung.

Mit Freundschaft und Zusammenhalt…

Unsere Anmeldung mit der Übergabe des Antrittsgeldes verlief reibungslos und so nutzten wir die Zeit bis zu unserem ersten Match um uns mit dem runden Leder vertraut zu machen. Es ist uns zwar gelungen, ein Team aus einem guten Dutzend Vienna-Fans zusammen zu stellen, dank zweier Spielerinnen sogar als Mixed-Team, auch wenn diese Quote offensichtlich stark ausbaufähig ist; zu einem gemeinsamen Training hat es im Vorfeld aber dann doch nicht gereicht. Wir waren fest entschlossen, das Beste daraus zu machen. Teamgeist und Enthusiasmus, die Basis für unsere allwöchentliche lautstarke Unterstützung unserer Mannschaft auf der Hohen Warte und in den Niederungen der Regionalliga Ost, sollte sich auch beim Kicken selbst bezahlt machen. So konnten wir mit zwei Siegen und einem Unentschieden die Gruppe E souverän für uns entscheiden.

Es gibt nur ein Wiener Dörby…

Es kam schließlich, wie es kommen musste. Die FreundInnen der Friedhofstribüne zogen als zweit platziertes Team ihrer Gruppe in die Endrunde des Allgender Cups ein und so war alles für ein Duell der beiden Fangruppen angerichtet. Alle waren heiß auf diese Begegnung und unsere Anspannung wurde, nicht zuletzt durch die Verzögerung des Anpfiffs der Achtelfinals, nicht gerade geringer. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten lieferten sich beide Teams ein packendes Spiel, angefeuert von UnterstützerInnen aus den jeweiligen Fanlagern. Als in der regulären Spielzeit immer noch kein Tor gefallen war, kam eine Regel zum Einsatz, auf die wir nicht so ganz vorbereitet waren. Statt eines Elfmeterschießens wurden jeweils im Minutentakt einE SpielerIn beider Mannschaften vom Feld genommen. Das Duell der Torwärte konnte schließlich mit dem Quäntchen Glück, dass der schwarz-weißen Kampfmannschaft offensichtlich gerade nicht hold ist, durch den entscheidenden Treffer für Dornbach entschieden werden.. Auch wenn wir unsere Enttäuschung nicht verbergen konnten, waren wir stolz auf unsere Leistung in einem kämpferischen, aber stets fairen Spiel.

Ein Tag für SiegerInnen

Wir waren ausgeschieden, der Tag war damit aber noch lange nicht vorbei. Der Ute Bock Cup ist eben mehr, als ein Fußballturnier. Ein reichhaltiges Kulturprogramm, Spenden- und Sammelaktionen, etwa von Sportbekleidung für Geflüchtete, diverse Infostände, wie von Fußballfans gegen Homophobie, wo auch einige Viennafans aktiv sind, und nicht zuletzt der Auftritt von Ute Bock selbst, die mit stehenden Ovationen empfangen wurde, rundeten den, hoffentlich auch finanziell, erfolgreichen Tag ab. Es bleibt uns noch allen SiegerInnen zu gratulieren, den Gaynialen (F*I*T-Cup), dem FK Rüdengasse (Fair Play Cup) und dem Team Fairplay (All Gender Cup), und den FreundInnen der Friedhofstribüne für die Orga dieses wunderbaren Cups zu danken.

Bis zum nächsten Jahr!

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