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Wir wollen ein Dach über dem Kopf!

Heute am Vormittag hat eine Gruppe von Fans der IG Immobilien einen Besuch abgestattet, um ihre Sorge über das Tribünendach und die Zukunft des First Vienna FC 1894 auf der Hohen Warte zum Ausdruck zu bringen.

Die Fans haben sich um 9 Uhr am Stadion Center im 2. Wiener Gemeindebezirk getroffen, um gemeinsam zum Büro der IG Immobilien zu gehen. In den letzten Tagen und Wochen haben sich viele Vienna-Fans bei der IG und der MA51 erkundigt, wie es mit der Sanierung des Tribünendaches weiter geht. Sowohl die IG, als auch die MA51, haben die Fans bisher mit vorgefertigten Phrasen abgespeist. Einige Fans wollten sich nicht damit begnügen und haben das direkte Gespräch gesucht.

Es ging mit dem Aufzug in den 4. Stock und auch ohne Termin forderten die Fans am Empfang ein Gespräch mit Herrn Klein, dem Geschäftsführer der IG. Überraschenderweise war Herr Klein rein zufällig heute nicht im Haus und so stand nur Frau Zwierschitz (Public Relations & Marketing) für ein Gespräch zur Verfügung. Die Fans haben ihre Sorge zum Ausdruck gebracht, dass die IG ihren Verpflichtungen nicht nachkommen will und mit einem juristischen Trick (Konstruktionsfehler) die Sanierung zumindest deutlich verzögern will. Frau Zwierschitz hat zwar erneut betont, dass die IG sich wünsche, dass die Vienna weiter auf der Hohen Warte Fußball spielen kann, es bleibe aber dabei, dass zunächst alle juristischen Wege ausgelotet werden sollen. Die Fans haben betont, dass sie sich nicht hinhalten lassen und zumindest einen konkreten Zeitplan einfordern. Die IG will sich offenbar aus der Verantwortung stehlen und gefährdet damit die Zukunft der Spielstätte Hohe Warte und damit der Vienna.

Viel Neues hat das Gespräch natürlich nicht zu Tage gebracht. Frau Zwierschitz hat jedoch die Zusage gemacht, dass sie den Fans, nach Rücksprache mit dem Projektleiter Ing. Robert Fensl, zeitnah einen Zeitplan für die nächsten Schritte zukommen lässt. Daran werden die Fans sie sicher erinnern.

Die Fans stellen klar: Wir werden der Verzögerungstaktik der IG nicht tatenlos zusehen und werden lautstark für unseren Verein und unser Stadion eintreten!

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Info und Aufruf

Liebe Mitglieder der Supporters, liebe Vienna-Family,

wir nähern uns dem Saisonfinale und unsere Kampfmannschaft ist auf dem besten Wege zum Meistertitel der Regionalliga Ost. Trotz der schmerzhaften Niederlage im Derby hat die Mannschaft die gesamte Rückrunde gekämpft und sich niemals aufgegeben. Trotz der schwierigen Situation unserer Vienna.

Vielfach haben auch wir uns von der Euphorie der Spieltage darüber hinwegtäuschen lassen, wie es tatsächlich um unseren Verein steht. Sowohl unser Verein und auch unsere Spielstätte, die Hohe Warte, sind massiv in ihrer Existenz bedroht.

Wie bereits unser Präsident Gerhard Krisch im ORF-Interview am Montag erwähnt hat, müssen wir befürchten, dass das Insolvenzverfahren scheitert und die Vienna in zwei Wochen den Konkurs anmelden muss. In der Konsequenz hieße das: Der First Vienna Football Club 1894 hört nach 123 Jahren auf zu existieren!

Im Zuge des eröffneten Insolvenzverfahrens sind auch ehemalige Funktionäre mit finanziellen Forderungen an die Vienna herangetreten, die, sollten Sie anerkannt werden, den Schuldenstand des Vereins in einem Maße vergrößern, der den Rahmen des Sanierungsplanes deutlich überschreitet. Die Vermutung liegt nahe, dass mit einem Konkurs der Vienna eine Verbauung der Hohen Warte angestrebt wird.

Wir sagen hier ganz klar: Wir geben unsere Vienna und die Sportstätte Hohe Warte nicht kampflos auf!

Wir bitten Euch als Mitglieder der Supporters alle möglichen Hebel in Bewegung zu setzen, alle denkbaren Möglichkeiten zu nutzen und die Dramatik der Lage auch in dieser Form an alle weiter zu kommunizieren! Mobilisiert für das Crowdfunding, sprecht potentielle Sponsoren an, nutzt eure Kontakte in Medien, Politik und wo ihre auch immer seid, um auf die Situation unserer Vienna aufmerksam zu machen.

Achtet auf Ankündigungen für Aktivitäten in nächster Zeit!

Wir informieren Euch per E-Mail, auf Facebook, Twitter und über unsere Homepage!

fb.com/viennasupporters // twitter.com/FVFC1894_Sup // firstviennasupporters.com

Es geht jetzt um alles oder nichts! Come on Vienna!

Euer Vorstand der First Vienna Football Club 1894 Supporters

Statement zur außerordentlichen Generalversammlung

Insolvenzverfahren/Sanierungskonzept
Gerhard Krisch und Robert Hammerl haben ausführlich Stellung genommen, warum die Vienna morgen am 03.03.2017 einen Insolvenzantrag stellen wird. Kurz zusammengefasst, mit dem Tod von Martin Kristek und dem Konkurs von Care Energy werden keine Gelder mehr an die Vienna fließen. Die vertraglich festgelegten jährlichen Sponsorzahlungen von 100.000,- € hat Care Energy bereits übererfüllt. Die Vienna hat ansonsten keine anderen Sponsoren bzw. Einnahmen, die diesen Ausfall kompensieren können. Das Sanierungskonzept für die Insolvenz sieht unter anderem vor, die Ausgaben radikal zu kürzen und die Einnahmen durch das Konzept “150 Sponsoren / mit 5.000,- €” auf eine breite Basis zu stellen, um so die geplante Insolvenz mit Eigenverwaltung durchführen zu können.

Arbeitsgruppen
Um die Vienna bestmöglich zu unterstützen, werden wir demnächst mit dem Verein Arbeitsgruppen ausarbeiten (z.B. Kartenverkauf, Tribünenreinigung, etc.). Wenn ihr auch mithelfen wollt, schickt uns per Facebook oder per E-Mail an fvfc1894supporters@outlook.at eure Daten (Name, Telefonnummer, E-Mail-Adresse). Sobald die Arbeitsgruppen feststehen, werden wir euch noch genau über den jeweiligen Ablauf informieren. Für die Leute, die sich für den Kartenverkauf melden, wird es beim ersten Heimspiel gegen Parndorf am 10.03.2017 eine Einschulung geben (Details folgen).

Neue Präsidiumsmitglieder
Mit Christina Toth und Mario Herzog wurden zwei neuen Personen ins Präsidium gewählt.

Rapidmatch
Am 26.03.2017 findet das Freundschaftsspiel gegen Rapid statt. Kommt vorbei und nehmt eure Freunde, Bekannten und Familien mit.

Wir freuen uns auf Samstag und hoffen, euch alle in Ritzing zu sehen. Hey Ho, Let’s Go!

Terminvorschau Februar/März

Wir möchten euch hiermit über die nächsten Termine, die wir als Dachverband planen, informieren:

Nach dem Fanbeiratstreffen mit dem Verein am 22. Februar und der Generalversammlung des First Vienna FC 1894 am 01.03., wo wir uns konkretere Informationen zur Lage des Vereins erhoffen, wollen wir am Freitag den 10.03. vor dem Heimspiel gegen Parndorf um 15:00 Uhr ein Treffen im Stüberl einberufen, das offen für alle Fans ist, um uns über konkrete Projekte auszutauschen und zu informieren.

Außerdem ermutigen wir alle Fans der Vienna Mitglied des Vereins zu werden, um diesen finanziell, aber auch durch Mitbestimmung bei der Generalversammlung, zu unterstützen!

Stellungnahme der First Vienna Supporters zur aktuellen Lage

Auch wir waren in der letzten Zeit natürlich nicht untätig und haben besonders beim Stammtisch schon viele Ideen und Vorschläge gesammelt und auch teilweise schon an den Verein weitergeleitet.

Wir möchten euch an dieser Stelle auch nochmal anbieten konstruktive Ideen und Unterstützungsangebote an uns weiterzuleiten, die wir dann gesammelt und sortiert an den Verein kommunizieren, auch um diesen etwas zu entlasten.

Des Weiteren möchten wir euch auf die Seite Rettet die Vienna verweisen, wo Medienberichte gesammelt werden und man sich auch schon fleißig finanziell beteiligen kann.

Der First Vienna FC 1894 hat bereits ein Spendenkonto eingerichtet und bedankt sich für jede Unterstützung.

IBAN AT81 2011182439975502

Kennzeichnungspflicht für Polizisten

Eine gemeinsame Forderung der österreichischen Fußballfanszene

Polizisten sollen nicht länger inkognito bleiben dürfen, denn die österreichische Polizei bricht immer wieder Gesetze, ohne dafür belangt werden zu können. Vor allem wir Fußballfans sind einer zunehmenden Willkür seitens der Polizei ausgesetzt. Ob in Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck oder anderswo: Polizisten überschreiten ihre Befugnisse und brechen im Schutz der Anonymität Menschenrechte. Um dem entgegentreten zu können, muss jeder Beamte an der Uniform klar sichtbar gekennzeichnet werden.

Fans haben jahrelang negative Erfahrungen mit Polizeieinsätzen gemacht. Überwachung und Repression haben ein beklemmendes Ausmaß angenommen; wir erleben ein stetiges Aufrüsten und beinahe jährlich werden die Befugnisse der Polizei ausgeweitet. Spätestens seit den Jahren vor der Europameisterschaft 2008 sind Polizeieinsätze bei Fußballspielen für sicherheitspolitische Experimente zur Bekämpfung zivilgesellschaftlicher Freiräume missbraucht worden. Das führt immer wieder zu vermeidbaren Eskalationen. Schon die unverhältnismäßig hohe Polizeipräsenz und das martialische Auftreten von geschlossenen Einheiten wirken immer bedrohlicher. Das mindert die Attraktivität des Spielbesuchs und trägt auch zu sinkenden Zuschauerzahlen bei. Zusätzlich leistet die tendenziöse Pressearbeit der Polizei einer Skandalisierung Vorschub, die von sensationsgierigen Medien dankend aufgenommen wird.

Die größte Gefahr im Rahmen von Fußballspielen Gewalt zu erfahren, besteht unbestritten im Zusammenhang mit der Polizei. Erfahrungsgemäß kann es dabei jeden treffen, da sich die Polizeimaßnahmen nicht nur gegen Einzelne, sondern immer wieder gegen ganze Gruppen richten. Sehr häufig kommt es dabei zu Körperverletzungen durch Polizisten und nicht selten werden einzelne Opfer – um Polizeigewalt nachträglich zu legitimieren – auch noch gerichtlich verfolgt. Demgegenüber bleibt der Staat bei rechtswidriger Gewalt, Misshandlung und Diskriminierung durch Beamte so gut wie immer tatenlos. Menschenrechtsverletzungen dürfen nicht länger ungesühnt bleiben, nur weil uniformierte, teilweise sogar vermummte Täter nicht identifiziert werden können oder Ermittlungen durch die Behörden verhindert werden.

Österreich ist eines der wenigen Länder innerhalb der EU, in dem überhaupt keine Kennzeichnung vorgesehen ist. In fast allen europäischen Ländern besteht längst in irgendeiner Form eine Kennzeichnungspflicht.

Innerhalb der Polizei ist der Korpsgeist besonders stark ausgeprägt, weshalb es umso wichtiger ist, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit Bürger endlich eine Kontrollmöglichkeit haben. Das Vertrauen in die Polizei ist bei vielen Menschen auf einem Tiefpunkt angelangt, was nicht zuletzt an der fehlenden Transparenz der ausführenden Organe liegt.
Es kann keine Kompromisse geben: Eine deutlich sichtbare Kennzeichnung von Beamten ist durch nichts zu ersetzen, besonders nicht, wie seitens der Exekutive behauptet, durch Bodycams.
Wir sind überzeugt, dass eine eindeutige Kennzeichnung einzelner Beamter im Einsatz ihr Fehlverhalten eindämmen wird. Sobald Polizisten auch mit Konsequenzen rechnen müssen, überlegen sie sich rechtswidrige Handlungen in der Öffentlichkeit vermutlich zweimal.

Es gibt keine Gerechtigkeit, solange die Staatsgewalt gegen Gesetze verstoßen kann, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. Alle demokratischen Kräfte müssen danach trachten, endlich ein Mindestmaß an Transparenz herzustellen. Jeder Polizist muss jederzeit identifizierbar sein!

Wir laden sämtliche Fußballfans und die gesamte österreichische Zivilgesellschaft dazu ein, diese Forderung zu unterstützen. Alle politischen Entscheidungsträger sind dazu aufgefordert, schnellstmöglich eine verpflichtende Kennzeichnung von Polizeibeamten umzusetzen.

Block West Rapid Wien – Curva Viola Austria Salzburg – Fanszene Altach – Fanszene Blau Weiß Linz – Fanszene Ried – First Vienna Football Club 1894 Supporters – Freund_innen der Friedhofstribüne – Nordkurve Sturm Graz – Nordtribüne Austria Lustenau – Osttribüne Austria Wien -Südtribüne Steyr – Tivoli Nord Wacker Innsbruck – Fanszene Linzer ASK – Wolfsbrigade Sankt Pölten

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Vorbericht: 3. Runde: Parndorf away

Bei Parndorf doch einige Änderungen im Kader. Fixgrößen wie Babic, Horvath, Steinacher, Marosi, Divljak oder Kostrna verließen den Verein. Der Großteil des aktuellen Kaders sollte aber bestens bekannt sein, hat schon oft gegen uns gespielt. Neu bei Parndorf angeheuert haben unter anderem die serbischen Legionäre Stanisic und Andric, sowie Hakan Yilmaz von der Vienna. Zum Auftakt gab es ein eher ernüchterndes 0:2 gegen Rapid II (im Frühjahr noch 8:3 für Parndorf) und eine rote Karte für Gruber, einem hochgezogenen Eigenbauspieler. Dass Parndorf besser sein kann, zeigten sie im Cup gegen den Lask, holten ein 0:2 auf, verloren knapp in der Verlängerung. Trainer ist nach wie vor Norbert Schweitzer.

Tor: Der Wiener Stefan Krell steht seit 2013 im Tor Parndorfs. Hat jetzt mit Thomas Weidinger (ehem. Stegersbach und Sollenau) Konkurrenz bekommen.

Abwehr: In der Innenverteidigung mit Veteran Roman Kummerer und dem routinierten Serben Stanisic zwei Spieler mit viel Erfahrung und Übersicht. Mit Tempo ist ihnen sicher beizukommen, der eine oder andere kann sich vlt. noch an Noels Sprintduell mit Kummerer letztes Frühjahr erinnern.. An den Außenpositionen wie letztes Jahr Dornhackl bzw. kam zuletzt der junge Mittelfeldspieler Patrick Wolf zum Einsatz. Alternative in diesem Mannschaftsteil wäre der Kärntner Lukas Kircher, der von Purbach geholt wurde oder Felix und Mario Wendelin.

Mittelfeld: Die zwei Defensivleute waren Hakan Yilmaz und Thomas Jusits. Die Offensivreihe mit Leszkovich, Karner und Silberbauer ist gut, vor allem Karner und Silberbauer sind sehr agil und torgefährlich. Einige junge Spieler wie Umprecht oder Ljubic haben auch gute Chancen auf einen Einsatz.

Angriff: Der 20-jährige Ex-Admiraner Tobias Petritsch durfte sich als 1er Stürmer beweisen, Legionär Andric im ersten Spiel nur Ersatz.

Fazit: Parndorf hat ein wenig abgespeckt, schaut eher nach solidem Mittelmaß aus. Die Vienna sollte insgesamt stärker sein, Zeit für den ersten Sieg. Zeit für den ersten Sieg? Vienna hat zwar schon in Parndorf gewonnen (EL und Relegation), aber noch nie in der Regionalliga. 0:1, 0:0, 1:4, 0:0, 0:0, 1:1 sind die bisher erzielten Resultate bei RLO – Spielen im schmucken Heidebodenstadion, Home of the best Leberkäse der Regionalliga. Also doch: Zeit für den ersten Sieg. Deshalb: gefälligst hinfahren, die Parndorfspiele sind Klassiker unserer jüngeren Geschichte.

Originaleintrag im Viennaforum

Stellungnahme zur Generalversammlung

Liebe Vienna-Supporters,

die Generalversammlung liegt nun endlich hinter uns. Im Vordergrund stand an diesem Abend ein Machtkampf innerhalb des alten Präsidiums, der unter anderem aufgrund mangelnder Alternativen zu Gunsten des amtierenden Präsidenten Richard Kristek und des Hauptsponsors Care Energy entschieden wurde. Trotz einiger bizarrer Einlagen im Verlauf der Versammlung, gibt es auch Erfreuliches zu vermelden:

Alle Anträge des Dachverbandes der Vienna Supporters wurden angenommen!

a) Beschränkungen der Vollmachten auf 1+2
b) Senkung des Wahlalters für die GV auf 16 Jahre
c) Verpflichtende Einberufung des Fanbeirats
d) Prüfung der Sponsor- und Vermarktungsverträge mit Care Energy durch den Aufsichtsrat

Dies kann als riesiger Erfolg für den Dachverband, die Fans und den Verein im Sinne einer Demokratisierung der Entscheidungsprozesse verstanden werden. Unser aller Beharrlichkeit, die Argumente bei den Abstimmungen und natürlich die stetige Diskussion der letzten Jahre, haben dieses Ergebnis ermöglicht und wir bedanken uns bei allen, die in Form ihrer Mitgliedschaft diesen Weg unterstützt und begleitet haben.

Natürlich ist noch immer nicht alles perfekt, aber der Handlungsspielraum zur Mitbestimmung hat sich vergrößert. Was bedeutet dies nun für uns Vienna-Fans in der Zukunft?

Ab nun beginnt die Arbeit erst richtig. Es macht wieder mehr Sinn, eingetragenes Mitglied des First Vienna Football Clubs 1894 zu sein und aktiv und kritisch im Sinne des Wohles des Vereines und unserer Fankultur die nächste Saison zu begleiten und mitzugestalten. Eine Kampagne zur Mitgliederwerbung ist seitens des Dachverbandes schon geplant. Konkrete Einflussnahme ist nun möglich. Weiters bereiten wir uns auch schon wieder auf den nächsten Fanbeirat vor, um alle Anliegen, die mit dem letzten Präsidium vereinbart wurden, weiterzuführen und noch erfolgreicher zu etablieren. Die Signale zur Zusammenarbeit wurden vom neuen Präsidium gesendet und dies stimmt uns vorsichtig positiv. Wir wollen diese Herausforderung annehmen und weiter konstruktiv kritisch, im Sinne des Fortbestandes unserer Fankultur und der Umsetzung unserer Anliegen, tätig sein. Wir bleiben dran!

Thomas Tesar für den Dachverband der Vienna-Supporters

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Kurzbericht Generalversammlung

In den kommenden Tagen wird ein ausführlicher Bericht zur GV folgen. Hier kurz die wichtigsten Punkte:

Dem Beschluss des Präsidenten, das Vizepräsidium zu entheben, wurde stattgegeben.
Robert Hammerl und Gerhard Krisch wurden als neue Vizepräsidenten durch die Mitglieder bestätigt.
Die alten Vizepräsidenten haben danach den Raum verlassen.
Der Aufsichtsrat wurde neu gewählt, dabei sind wir mit Alexander Juraske und Peter Winkler weiterhin in dieser Kontrollinstanz vertreten.

All unsere Anträge wurden angenommen:
1) Beschränkung der Vollmachten auf 1+2
2) Senkung des Wahlalters für die GV auf 16 Jahre
3) Verpflichtende Einberufung des Fanbeirats
4) Prüfung der Sponsor- und Vermarktungsverträge mit Care Energy durch den Aufsichtsrat

Gastbeitrag: Stellungnahme der Vienna Wanderers zur Generalversammlung

Aufgrund von technischen Problemen mit deren Blog haben uns die Wanderers gebeten ihre Stellungnahme zur GV hier zu veröffentlichen.

Wenn du eine Mitgliedschaft hast, dann geh zur GV!

So die 121. Generalversammlung der Vienna steht vor der Tür und alle paar Jahre zeigt sich zu dieser Gelegenheit wie desaströs die Zustände im Verein sind. Es scheint als ob es das Präsidium nicht geschafft hat, dem Aufruf der Supporters entsprechend (http://www.firstviennasupporters.com/?p=506 ) sich zusammenzureißen und gemeinsam an einem Konzept zu arbeiten, stattdessen haben sich zwei Fronten gebildet und es wird versucht die andere Seite irgendwie auszuhebeln.
Hier einige Gedanken zur GV:

Die zwei Fraktionen

Hierzu muss nicht mehr viel gesagt werden. Auf der einen Seite steht die Verstrickung aus Sponsor und der Familie Kristek und auf der anderen Seite die ausgeschlossenen Vizepräsidenten. Ganz so einfach ist es natürlich nicht, denn es ist nicht so als ob Kristek allein dastehen würde, ebenso ist nicht ganz klar wer die treibenden Kräfte auf der anderen Seite sind. Was sich sagen lässt ist, dass die Mitarbeiter und Funktionäre des Vereins nicht geschlossen auf einer Seite stehen. Vielmehr sieht es so aus als ob diverse Akteure ihre Interessen verfolgen und dafür bereit sind sich einer Fraktion anzuschließen.

Zur finanziellen Situation

Was lässt sich schon gesichert dazu sagen? Einerseits hat man zu hören bekommen, dass die Vienna entschuldet sei und man endlich wieder mit einem soliden finanziellen Hintergrund Fußball spielen kann. Andererseits sind dann Gerüchte aufgetaucht, dass mit Abwahl des Präsidenten ein Millionenbetrag von Care zurückgefordert werden könnte.
Der Vizepräsident Mader hat daraufhin eine “Klarstellung” in diversen Foren und auf Facebook gepostet: “Dank des enthobenen Präsidiums gibt es keinen Darlehnsvertrag!” Das heißt so viel wie, dass die Gelder die an die Vienna geflossen sind, unter einem Sponsorvertrag gelaufen sind und daher nicht zurückzuzahlen sind oder zumindest nicht akut geltend gemacht werden können. Jedenfalls spricht er im letzten Satz von Entschuldung.
Doch wie dieses Kommentar in Bezug auf die laufenden Verträge zwischen Care Energy, der Vienna, der Kristek Family gmbh und der First Vienna Football Club 1894 Sporktvermarktungs gmbh zu verstehen ist, ist nicht ganz klar. Jedenfalls hat es zu Vertragsverhandlungszeiten geheißen, dass das Geld über diese Firmenkonstruktionen doch irgendwie an Care bzw. die Familie Kristek zurückwandern solle – zwar nicht auf einen Schlag, aber doch über zukünftige Großsponsoren. Ehrlich gesagt ist es schwer diese Situation richtig einzuschätzen und man kommt über Mutmaßungen nicht hinaus. Daher der Punkt der im Hinterkopf zu behalten ist: Ganz so einfach könnte es mit der Entschuldung nicht sein.
Zu beachten ist auch der Punkt den Mader bezüglich einer potentiellen Änderung der Verträge anspricht. Nämlich, dass der geschlossene Sponsorvertrag, in Abwesenheit der Vizepräsidenten, in einen Darlehnsvertrag geändert werden könnte. Ein sehr wichtiger Punkt! Es bleibt zu hoffen, dass solche Vertragsänderungen nicht einfach so durchgeführt werden können. Bei der GV wissen wir dann hoffentlich mehr.
Was wären mögliche Szenarien?
Das ist wohl die am schwersten zu beantwortende Frage. Da es im Moment den Anschein hat, dass die wenigsten im Sinne der Vienna arbeiten sondern strategische Ziele und ihre eigenen Interessen verfolgen.

Was könnte das nun für die Vienna und die kommende GV heißen?

Auf Seiten des Präsidenten ist klar, dass er seine Macht nicht aufgeben möchte. Dies wurde schon oft mit dem Verweis auf das Geld, das er der Vienna eingebracht hat, vermittelt. Dass die Familie Kristek auch ein gewisses Interesse daran hat, zumindest einen Teil, des geflossenen Geldes wieder zu sehen ist durch die Firmenkonstruktion im Hintergrund der Verträge auch irgendwie zu erahnen. Wobei man hier sehr vorsichtig sein muss, da die Informationen, die zu diesem Thema kursieren, auf Aussagen von diversen Präsidiumsmitgliedern bei diversen Informationsveranstaltungen basieren.
Hin oder her, die vernünftigste Alternative scheint es zu sein den Präsidenten abzuwählen, oder nicht?
Ganz so einfach ist es leider nicht. Erstens ist für diese GV eine Wahl des Präsidiums nicht zwingend. Doch in irgendeiner Form wird es dazu kommen müssen, nachdem alle Vizepräsidenten ihres Amtes enthoben wurden. Schon allein wegen der Begründung des Präsidenten wäre es wichtig ihm hier einen Strich durch die Rechnung zu machen. Immerhin wurden diese Vizepräsidenten von den Mitgliedern des Vereins demokratisch gewählt!
Da es sich dann um keine reguläre Wahl handeln würde, wäre auch ein Szenario möglich, in dem es bei der Wahl nur um die Vizepräsidenten geht. Doch die werden sich vermutlich auch etwas überlegen.
Liegt also alle Hoffnung nun auf den entmachteten Vizepräsidenten?
Nein, nur unter gewissen Voraussetzungen ist anzunehmen, dass damit die gröbsten Probleme gelöst wären.
Eine Voraussetzung wäre, dass die Situation bezüglich den Schulden des Vereins tatsächlich so einfach und klar zugunsten der Vienna ausfallen, wie es Mader in seinem Post dargestellt hat und der Verein praktisch entschuldet wäre. Dies ist leider sehr schwer einzusehen und man muss wohl darauf hoffen bei der GV neue Informationen zu bekommen.
Zweitens müssen mindestens zwei ökonomische Szenarien für die Zukunft der Vienna von ihnen vorgelegt werden. Einerseits gilt es die Frage zu beantworten wer Care ablösen soll (interessant wäre auch, wie es bezüglich einer Kündigung der Verträge aussehen würde) und andererseits ob dieser neue Geldgeber auch in dem Fall, dass die Vienna Schulden bei Care hätte, das Sponsoring übernehmen würde und was das konkret für die finanzielle Situation heißen würde. Um hier eine Entscheidung treffen zu können muss ein handfestes Konzept vorgelegt werden. Was nicht durchgehen darf, ist lediglich ein weiteres Versprechen eines potenten Sponsors/Geldgebers ohne genaue Angaben. Einen solchen Fall hatten wir bereits und sehen uns jetzt mit dem Scherbenhaufen konfrontiert.
Vermutlich die wichtigste Information die vorgelegt werden muss, um eine Wahlentscheidung treffen zu können ist die Zusammensetzung der zukünftigen Vizepräsidenten. Denn diese könnte auch mit einer möglichen Finanzierung zusammenhängen. Für den hypothetischen Fall, dass die alternative Finanzierungsquelle etwas mit gewissen Bauunternehmen und der Aussicht auf neue Bauprojekte zu tun hat ist höchste Vorsicht geboten. Ob dem so ist, weiß noch niemand, dies hier ist nur ein Gedankenspiel um sich auf potentielle Szenarien besser einzustellen zu können.
Die Vorschläge der “Fraktion Vizepräsidenten” können nur als wählbar betrachtet werden, solange dieses Szenario ausgeschlossen bleibt. Um den Verbleib der Vienna auf der Hohen Warte als Ziel ihrer Bemühungen auch den Mitgliedern gegenüber glaubhaft machen zu können, müsste sich der Kreis an Vizepräsidenten jedenfalls etwas ausdünnen. Alles andere ist leider zu gefährlich.
Egal wie es ausgeht, es bleibt zu befürchten – falls es überhaupt weitergeht – dass es chaotisch und unprofessionell bleibt. Für uns wäre eine Variante ohne Kristeks, Garger und Poppe wohl am wünschenswertesten (was nicht heißen soll, dass wir mit dem restlichen Präsidium ausnahmslos zufrieden wären oder uns auf ihre Seite stellen würden), jedoch scheint eine solche Variante aufgrund der bestehenden Fraktionen illusorisch.

Geht jedenfalls zu GV und bildet euch eine Meinung zur Situation und seid misstrauisch, wenn sich jemand vermeidlich zum Wohle des Vereins auf die eine oder andere Seite schlägt. Denn, laut jetzigem Wissenstand, sind auf allen Seiten private Interessen mit im Spiel.
Wobei es auch komplett egal sein kann, denn wenn Poppe wieder mit seinen Vollmachten winkt zeigt er uns ohnehin was er von den Mitgliedern und demokratischen Abstimmungen hält.

Vienna Wanderers 08